LETZTE AKTUALISIERUNG 13.03.2025
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JÄHRLICH IMPFEN ? GELDABZOCKE ODER DOCH SINNVOLL All unsere Züchter, Deckrüdenbesitzer und natürlich wir die Begründer des Vereins sowie Hundebesitzer sind stetig um das Wohl unserer Hunde besorgt. Zur Gesundheitsvorsorge zählt nicht nur der jährliche Gesundheitscheck sondern auch das regelmäßige Entwurmen und Impfen unserer Schützlinge. Aber muss denn der Hund ein Mal im Jahr geimpft werden? Die ständige Impfkommission Vet für Hunde hat hierfür folgende Empfehlungen ausgesprochen: ZIEL & PRINZIP VON SCHUTZIMPFUNG Das Ziel einer Schutzimpfung gegen spezielle Infektionskrankheiten ist es in erster Linie den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern und das Risiko von Sekundärerkrankungen zu verringern. Die Erregerausscheidung wird ebenso verhindert beziehungsweise stark reduziert, so dass die Ausbreitung der Erreger eingeschränkt wird. In den Impfdosen befinden sich abgeschwächte bzw. abgetötete Erreger, auf welche der Körper mit der Bildung von spezifischen Antigenen und Gedächtniszellen reagiert. Diese bewirken, dass der Organismus des Hundes einer Infektion schnell entgegenwirken kann und so der Ausbruch der Krankheit verhindert wird. Um den Organismus vor diesen Krankheitserregern zu schützen, bedarf es einer sogenannten Grundimmunisierung und regelmäßigen Wiederholungen. PFLICHT UND WAHLIMPFSTOFFE Impfungen sind oft der einzig wirksame Schutz gegen Virusinfektionen! Auf Grund der zunehmenden Mobilität der Tierhalter und ihrer Schützlinge, sowie des zunehmenden Reisetourismus, sollten Impfungen als eine unverzichtbare und prophylaktische Maßnahme angesehen werden. WIE OFT SOLLTE GEIMPFT WERDEN Die Ständige Impfkommission Vet. hat im Juni 2006 die „Deutsche Impfempfehlung für die Kleintierpraxis“ herausgegeben und diese im August 2009 auf den neusten, wissenschaftlichen Stand gebracht. Ziel der Impfempfehlung ist es, die Zahl der Impfungen so klein wie möglich, aber so groß wie nötig zu halten. RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN In seltenen Fällen können Impfungen Nebenwirkungen verursachen. Ein völlig risikofreier Impfstoff existiert nicht. Allerdings ist der Nutzen einer Impfung wesentlich größer als das damit verbundene Risiko. Deshalb dürfen Impfungen nur bei gesunden Tieren durchgeführt werden, um eventuelle Komplikationen zu vermeiden. Nebenwirkungen können allergische Reaktionen, Impfabszesse oder Impferkrankungen sein, deshalb ist eine kurze Anamnese und Untersuchung beim Tierarzt unerlässlich. Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission Vet für Hunde GEGEN DIESE KRANKHEITEN SOLLTEN HUNDE IMMER GEIMPFT WERDEN ansteckende Leberentzündung(HCC) Leptospirose Parvovirose Staupe Tollwut GRUNDIMMUNISIERUNG 8. Lebenswoche HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe 12. Lebenswoche HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut 16. Lebenswoche* HCC, Parvovirose, Staupe, Tollwut* 15. Lebensmonat HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut *die 2. Tollwutimpfung in der 16. Lebenswoche geht über die gesetzliche Anforderung hinaus, ist aber aus immunologischer Sicht sinnvoll. Ältere, ungeimpfte Tiere sollten im Abstand von 3-4 Wochen gegen HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut geimpft werden und dann erneut nach einem Jahr. WIEDERHOLUNGSIMPFUNGEN Alle Impfungen die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen sind Wiederholungsimpfungen. TOLLWUT Seit der Änderung der Tollwutverordnung vom 20.05.2005 gelten die genannten Wiederholungstermine laut Hersteller des Impfstoffes. Es gibt Impfstoffe welche 1-3 Jahre halten, informieren Sie sich diesbezüglich bei ihrem Tierarzt. STAUPE, HCC, PARVOVIROSE Wiederholungsimpfungen im dreijährigen Rhythmus sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend. LEPTOSPIROSE Jährliche Wiederholungsimpfungen sind zu empfehlen. Bei hohem Infektionsdruck sogar halbjährlich. ACHTUNG!!! Werden die Wiederholungsimpfungen nicht im genannten Zeitraum eingehalten, kann eine erneute Grundimmunisierung nötig sein.
beim Dalmatiner Empfohlene Impfungen