LETZTE AKTUALISIERUNG 13.03.2025
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DIE TAUBHEIT BEIM DALMATINER Nach dem jetzigen Wissensstand, gibt es 2 Arten der Entstehung der Taubheit beim Dalmatiner. 1. Die erblich bedingte Taubheit, die von den Eltern an die Nachkommen weitergegeben wird 2. Die genetisch bedingte Taubheit, die durch den hohen Weißanteil im Fell zu Degenerationen im Innenohr führt Der genetisch bedingten Taubheit können wir nur bedingt begegnen, da sie “leider” zum Dalmatiner dazu gehört. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wie u.A. der Merlefaktor sowie das Scheckungsgen, wobei das Risiko für einen gehörgeschädigten Welpen, mit zunehmendem Weißanteil in der Fellfarbe steigt. Es ist bekannt, dass generell Tiere mit hohem Weißanteil unter der angeborenen Taubheit leiden können. Katzen und Hunde sind davon besonders betroffen. Wissenschaftlich zeigt sich, dass Anteile des Innenohres mit feinen Haarzellen belegt sind, die wiederum akustische Reize aufnehmen und zum Gehirn weiterleiten. Da für diesen Prozess Pigmentzellen eine ausschlaggebende Rolle spielen, fehlen einigen Welpen diese pigmentierten Bereiche und die feinen Haarzellen degenerieren. Das Resultat sind einseitig oder beidseitig taube Welpen. Wie kann man dem begegnen? Zum einen könnte man Dalmatiner mit einem höheren Pigmentanteil züchten. Je pigmentierter die Ohren, desto höher die Wahrscheinlichkeit beidseitig hörenden Nachwuchs zu bekommen. Dazu zählen z. B. die sogenannten “Platten” auf dem Dalmatiner. Platten nennt man einen von Geburt an, deutlich pigmentierten Bereich des Kopfes oder des Körpers. Dies hilft allerdings dann nur dem Welpen mit Platte, während für den Welpen ohne Platte, weiterhin ein erhöhtes Taubheitsrisiko besteht. Allerdings gibt es im Dalmatiner ein genetisches Merkmal, dass der genetischen Taubheit entgegenwirken könnte, sofern es homozygot vorliegt. Der DDV e.V. arbeitet auch hier mit FERAGEN zusammen, um diesem Merkmal auf den Grund zu gehen. Auch wird noch immer nachgesagt, dass blauäugige Hunde ebenfalls ein deutlich erhöhtes Taubheitsrisiko haben. Dies allerdings, können wir anhand der gesammelten Daten unseres Vereines, nicht bestätigen. Es sind schon einige Blauaugen im DDV e.V. gefallen und KEINER dieser Blauaugen war von Taubheit betroffen. Die erbliche bedingte Taubheit lässt sich da schon eher eindämmen. Hier geht es darum darauf zu achten, möglichst keine Zuchttiere aus Würfen einzusetzen, in denen Taubheit vorkam. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Taubheit vererbt werden kann. So steigt z.B. die Taubheitsrate eines Wurfes, wenn ein oder beide Elterntiere selbst einseitig taub sind, auf bis zu 35 % der einseitigen Taubheit. Wichtig ist dementsprechend auch, dass darauf geachtet wird, dass nicht nur die Eltern, sondern wenn möglich auch die Großeltern aus taubheitsfreien Würfen stammen.
Was man auf diesem Bild deutlich sehen kann, sind die feinen Haarzellen, die in Schwingung versetzt werden, wenn Schallwellen durch die Luft ins Ohrinnere dringen. Der Hörnerv leitet diese Schwingungen als Impulse zum Gehirn weiter. Diese Haarzellen sind es, die bei tauben Dalmatinern verkümmert sind, sodass sie nicht in Schwingung geraten können.
Die Hörschnecke ist tief im Innenohr ein kleiner Teil und in diesem kleinen Teil, liegt das größte Problem. Leider kann uns auch die Medizin in dieser Hinsicht nicht weiter helfen und letzten Endes würde das nur bedeuten, keine Dalmatiner mehr zu züchten und diese Option ist definitiv nicht diskutabel. Umso schlimmer finde ich den Beschluss des DVD, des Dalmatiner Verein Deutschland e.V., der dem VDH angeschlossen ist, die AEP Pflicht für gefallene Würfe abzuschaffen. Hier heißt es anscheinend: zurück in die Steinzeit !!!
beim Dalmatiner Taubheit